Die Radwege Perus entdecken – Zwischen Anden, Küste und Kultur

Die Radwege Perus entdecken – Zwischen Anden, Küste und Kultur

In Peru können sich Urlauber über eine interessante Mischung mit vielen Extremen freuen: imposante Andengipfel, saftig grüne Regenwälder, schroffe Wüsten und die vielen exotisch anmutenden Gebräuche und Traditionen der indigenen Bevölkerung sind nur einige der Elemente, die die Besucher beeindrucken. Viele der Stätten des Landes sind weltberühmt, wie zum Beispiel Machu Picchu, der Titicacasee oder die Nazca-Linien. Sie wollen sich vom Massentourismus lieber fern halten und Peru auf möglichst authentische Weise erforschen? Dann ist das Fahrrad bzw. Mountain-Bike die perfekte Option für Sie!

Erkunden Sie dieses spannende Land auf zwei Rädern und profitieren Sie von der Möglichkeit, Peru hautnah, intensiv und in ihrem ganz eignen Tempo kennen zu lernen. Die Infrastruktur für Fahrradwege ist noch im Ausbau begriffen, doch genau darin liegt der Reiz. Nicht nur Abenteurer finden hier viel Interessantes sondern auch Fahrradanfänger, bzw. die, die es gemütlich angehen lassen wollen. Sie kommen hier mit der Landschaft, dem Klima, den Menschen und auf Wunsch auch mit den dortigen luftigen Höhen in Kontakt und tauchen in die Kultur des Landes ein.

Besonders die landschaftlich interessanten Regionen können für Fahrradtouren empfohlen werden. Drei Routen sind ganz besondere Highlights: die erste führt ins Herz des Inkareichs, die zweite in die Andenregion und die dritte entlang der glitzernden Pazifikküste.

Das Heilige Tal der Inka – Kultur auf zwei Rädern erleben

In Südamerika finden Sie nur wenige Regionen, die einen so bleibenden Eindruck hinterlassen wie das Heilige Tal der Inka. Außerdem bietet es die optimale Gelegenheit ganz entspannt und auf sanfte Weise in ihr Fahrradabenteuer einzusteigen, den die Strecke ist auch problemlos für Einsteiger zu händeln. Fahren Sie zwischen den beiden Orten Pisac und Ollantaytambo durch das Tal des Urubamba-Flusses und genießen Sie die sagenhaften Landschaften um sich herum.

Von schroffen Berglandschaften und üppig grünen Feldern umgeben, können Sie immer mal wieder eine Pause machen und ganz entspannt die Umgebung genießen. Hier treffen Sie auf klare Luft, milde Wetterbedingungen und kommen an vielen kleinen durch alte Traditionen geprägte Dörfer und Ortschaften. Besonders spannend an dieser Fahrradroute ist die Tatsache, dass es hier ausgesprochen viele kulturell interessante Stätten gibt und Besucher sich über viel hautnah erlebbare Geschichte freuen können.

In Pisac laden die Marktstände der Kunsthandwerker zum Verweilen ein und bei einem spektakulären Ausflug zum Inka-Friedhof in den Felswänden hoch über dem Dorf hat es schon so manchem Besucher die Sprache verschlagen. Wenn Sie weiter in Richtung Westen fahren kommen Sie nach Calca und Yucay. Dort leben die Einwohner noch auf sehr traditionelle Weise und heißen Besucher herzlich Willkommen.

Mögen Sie es gerne auch sportlich? Dann könnte ein Abstecher zu den runden Terrassen von Moray etwas für Sie sein. Auch die Salzterrassen von Maras können wir Ihnen sehr empfehlen, von dort genießen Sie außerdem einen sagenhaften Ausblick über die umliegende Landschaft. Beide Orte können Sie mit einem geländetauglichen Fahrrad gut erreichen. Den Abschluss bildet Ollantaytambo. In diesem Dorf mit seinen lebensfrohen Einwohnern trifft der Besucher auf mächtige Inka-Ruinen.

Diese sind an sich schon sehenswert, bilden aber auch den Ausgangspunkt für viele der Zug- und Wandertouren, die nach Machu Picchu führen. Diese Strecke ist besonders für alle diejenigen das Richtige, die sich für die Kultur, die Landschaft und eine ein angenehmes, moderates Niveau an sportlicher Betätigung begeistern. Technisch unkompliziert erfordert sie die Fähigkeit zu einer gewissen Akklimatisierung aufgrund der Höhenlage. Ansonsten laden wir Sie ganz einfach dazu ein, diese sagenhafte Strecke in vollen Zügen zu genießen und die Gelegenheit zu nutzen, Land und Leute aus der Nähe kennen zu lernen. 

Cordillera Blanca – Radfahren auf dem Dach der Anden

Sie wollen hoch hinaus und suchen nach einer sportlichen Herausforderung? Wenn Sie zu den erfahreneren unter den Radfahrern oder den Abenteurern gehören kann, die Cordillera Blanca empfohlen werden. Die Anden – das beeindruckendste Gebirge Südamerikas – ist der Ort an dem man den höchsten Berg Perus bewundern kann.

Der Huascarán bildet die ideale Kulisse für alle, die nach Extremen suchen. Die Stadt Huaraz wird oft als Startpunkt für verschiedene Touren in der Region genutzt. Unternehmen Sie von hier aus Ausflüge und fahren Sie auf einer der vielen Routen, die in das Hochgebirge führen, um die dortige umwerfende Landschaft zu erkunden. Es geht entlang türkisener Gletschersee, durch orangefarbene Queñual-Wälder und über atemberaubende Bergpässe.

Von Yungay aus in Richtung der Lagune Llanganuco führt eine ganz besonders beliebte Route. Sportler und Abenteurer freuen sich hier ganz besonders über die schöne grüne Oase mit einem der schönsten Seen der Region, die inmitten einer Vielzahl schroffer Felswände liegt. Wenn Sie zu den gut trainierten Radfahrern gehören, könnte es vielleicht auch möglich sein, einen Abschnitt des Santa Cruz Treks in Ihre Planung miteinzubeziehen. Bis zur ersten Campsite kann die Strecke mit dem Rad zurückgelegt werden, dann kann es sein das es notwendig ist, das Rad zu tragen.

Seine Sie sich jedoch bitte bewusst, dass das Terrain anspruchsvoll ist und Ihnen einiges abverlangen kann. Es gibt steile Abschnitte auf der Strecke, auch ist die Luft dünn und das Wetter kann sehr wechselhaft und somit eine Herausforderung sein für Sie, aber auch für Ihr Rad. Wenn Sie sich dem stellen werden Sie allerdings auch mit umwerfenden Aussichten, viel sagenhafter Natur in einer einsamen und ruhigen Umgebung und dem Eindruck belohnt, Südamerika und Peru im Besonderen wirklich ganz nahe gekommen zu sein.

Stellen Sie sich in der Cordillera Blanca auf komplette Selbstversorgung ein: Wasser, Reparatursets und warme Kleidung sind Teil der Grundausstattung. Diese route ist ideal geeignet für alle, die ihr Fahrrad nicht nur zur Fortbewegung nutzen wollen, sondern auch um in die unberührte Landschaft einzutauchen und der Natur ganz nahe zu kommen.

Küstenfahrt bei Paracas – Wüste, Meer und Flamingos

Wem das Hochgebirge zu viel ist, der findet an der Küste des Landes eine landschaftlich ganz andere, aber nicht weniger spannende Alternative: die Strecke von Pisco nach Paracas. Diese Route eignet sich hervorragend für einen Tagesausflug und bietet eine besondere Kombination aus einem sagenhaften Blick auf den Pazifik, Sanddünen, Naturreservat und tierischer Vielfalt. Die Distanz zwischen den beiden Orten beträgt nur etwa 25 Kilometer – ideal für eine entspannte Fahrt.

Die Route führt zunächst durch wüstenähnliches Terrain, ehe man das Naturschutzgebiet von Paracas erreicht. Hier lohnt es sich, vom Rad abzusteigen, eine kleine Pause zu machen und mit dem Fernglas Flamingos zu beobachten oder die berühmten Islas Ballestas mit einem Ausflug mit dem Boot zu besuchen – die sogenannten „kleinen Galápagos“ mit Seelöwen, Pinguinen und einer Vielzahl von Seevögeln.

Diese Strecke eignet sich besonders gut für Backpacker oder Reisende mit wenig Zeit, die dennoch einen originellen Wechsel der Perspektive suchen. Ein Fahrrad lässt sich vor Ort ausleihen, die Straße ist asphaltiert und flach, und unterwegs gibt es immer wieder Möglichkeiten zum Verweilen.

Fazit: Zwei Räder, tausend Perspektiven

Peru ist kein klassisches Radfahrerland – noch nicht. Und vielleicht liegt genau darin sein besonderer Reiz. Wer hier mit dem Fahrrad unterwegs ist, wird nicht nur mit einzigartigen Landschaften belohnt, sondern auch mit dem Gefühl, sich ein Stück Welt auf intensive und entschleunigte Weise erschlossen zu haben. Ob gemütlich durch das Tal der Inka, sportlich hoch über den Wolken oder entspannt entlang der Küste – Peru bietet Radabenteuern Platz, intensive Erlebnisse und Geschichten, die man nicht einfach durch ein Busfenster sieht. Sondern in jeder Kurve spürt.