Sonne, Meer und lange Abende auf der Terrasse. Auf so einen Urlaub freut man sich das ganze Jahr. Doch beim Kofferpacken weicht die Vorfreude oft dem Stress, vor allem, wenn man Angst hat, wichtige Dinge zu vergessen oder wenn die Hälfte der eingepackten Kleidung am Ende ungetragen wieder mit nach Hause kommt.
Dabei lässt sich für einen Sonnenurlaub besonders einfach packen. Sie brauchen leichte Sachen, ein gutes System und ein paar Teile, die zusammenpassen. Diese Checkliste führt Sie ohne Ballast durch Ihre Garderobe.
Weniger einpacken, mehr kombinieren
Der häufigste Fehler ist nicht das Vergessen, sondern das Zuviel. Aus Angst, etwas zu übersehen, landet lieber ein Teil mehr im Koffer. Am Reiseziel bleibt es dann liegen.
Denken Sie stattdessen in Kombinationen. Ein paar neutrale Grundfarben, die sich untereinander mischen lassen, ersetzen mühelos ein eigenes Outfit für jeden Tag. Eine bewährte Faustregel für eine Woche sind fünf Oberteile, vier Unterteile, drei vielseitige Teile wie Kleid oder Hemd, dazu zwei Paar Schuhe und je ein Hut, eine Sonnenbrille und ein Badeoutfit.
Leicht sollte außerdem das Material sein. Baumwolle, Leinen und Viskose sind luftig, angenehm auf der Haut und schnell wieder trocken. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass sie sich klein rollen lassen und wertvollen Platz im Gepäck sparen. Packwürfel und sorgfältiges Falten helfen dabei, Ordnung zu halten. Sie schaffen zugleich erstaunlich viel zusätzlichen Raum.
Bademode und Unterwäsche gehören zuerst in den Koffer
Bei einem Sonnenurlaub werden kaum andere Kleidungsstücke so häufig getragen wie die Badesachen. Zwei Bikinis oder Badeanzüge sind ideal, so ist immer ein trockenes Modell griffbereit, während das andere in der Sonne trocknet. Achten Sie auf schnell trocknende Stoffe und auf Träger, die wirklich Halt geben. Genau hier lohnt sich Qualität. Gut sitzende Bademode gibt so viel Halt wie ein richtig angepasster BH und sieht auf jedem Foto besser aus. Ein kleiner wasserdichter Beutel für nasse Badesachen sorgt außerdem dafür, dass auf der Rückreise nichts durchweicht.
Unterwäsche packen Sie am besten unkompliziert. Nahtlose, atmungsaktive Modelle in hellen Tönen zeichnen sich unter dünner Sommerkleidung nicht ab und fühlen sich auch bei Hitze angenehm an. Rechnen Sie mit einem Teil pro Reisetag und legen Sie ein Ersatzstück obendrauf. Dessous-Marken wie Chantelle bieten Bikinis und Badeanzüge auch für größere Cupgrößen an, sodass zuverlässiger Halt und eine schöne Passform kein Widerspruch sein müssen.
Leichte Kleidung für heiße Tage
Tagsüber regiert die Bequemlichkeit. Luftige Kleider, weite Hosen, Shorts und ein paar T-Shirts oder Tops bringen Sie durch jeden warmen Tag. Wer viel unterwegs ist, kombiniert am besten wenige Teile in einer ruhigen Farbwelt, die morgens keine Grübelei verlangt.
Ein leichtes Sommerkleid ist dabei der heimliche Held. Es ersetzt ein komplettes Outfit, wiegt fast nichts und passt vom Strandspaziergang bis zum Restaurant. Praktisch ist zudem ein Pareo oder ein luftiges Strandkleid, das Sie einfach über die Bademode ziehen, wenn Sie vom Wasser ins Strandcafé wechseln. Zwei bis drei solcher Teile reichen für die meisten Reisen völlig.
Für kühle Abende und Ausflüge
So warm der Tag, so frisch wird es oft am Abend. Eine leichte Jacke, ein Cardigan oder ein Tuch wärmen an windigen Küstenabenden, ohne viel Platz im Koffer einzunehmen. Das gilt auch für klimatisierte Restaurants, in denen es schnell kühler ist als gedacht.
Ein dünner Schal erfüllt dabei gleich mehrere Aufgaben: als Wärmespender am Abend, als Sonnenschutz für die Schultern und als schnelle Aufwertung eines schlichten Outfits. Ein etwas festlicheres Teil sollten Sie ebenfalls einplanen. Ein schönes Hemd oder ein Kleid, das über dem Badeoutfit funktioniert, macht aus dem Strandtag mühelos einen Restaurantabend.
Vergessen Sie schließlich Kulturbeutel und Make-up nicht.
Kopf, Füße und Sonnenschutz nicht vergessen
Der beste Sonnenschutz ist der, den Sie tragen. Ein Hut mit Krempe und eine gute Sonnenbrille schützen dort, wo Creme allein an ihre Grenzen kommt. Gerade auf hellen Terrassen und am Wasser macht das einen spürbaren Unterschied.
Bei den Schuhen genügen meist zwei Paar. Ein Paar Sandalen oder Flip-Flops für Strand und Pool, dazu ein bequemes Paar für lange Spaziergänge oder den Abend. Eine zusammenfaltbare Strandtasche wiegt fast nichts und leistet vor Ort gute Dienste. Alles Weitere kostet nur Platz und bleibt ohnehin im Schrank. Ein Paar Schuhe mit Absatz können Sie zusätzlich einpacken, wenn Ihnen danach ist.
Denken Sie schließlich an Ihr Handy-Ladegerät und Ihre Handtasche mit Schlüsseln, Geldbörse und Papieren.
Die Packliste auf einen Blick
Bademode und Unterwäsche
- Zwei Bikinis oder Badeanzüge, damit immer ein trockenes Modell bereitliegt
- Ein Pareo oder ein leichtes Strandkleid zum Überziehen
- Unterwäsche für jeden Reisetag, dazu ein Ersatzstück
- Nahtlose, atmungsaktive Modelle in hellen Tönen
- Ein wasserdichter Beutel für nasse Badesachen
Kleidung für heiße Tage
- Fünf Oberteile, T-Shirts oder Tops
- Vier Unterteile wie weite Hosen und Shorts
- Zwei bis drei leichte Sommerkleider oder Hemden
- Alles in einer ruhigen, gut kombinierbaren Farbwelt
Für kühle Abende
- Eine leichte Jacke oder ein Cardigan
- Ein dünner Schal als Wärmespender und Schulterschutz
- Ein festlicheres Teil für den Restaurantabend
Kopf, Füße und Sonnenschutz
- Ein Hut mit Krempe
- Eine gute Sonnenbrille
- Sandalen oder Flip-Flops für Strand und Pool
- Ein bequemes Paar für lange Spaziergänge
- Bei Bedarf ein Paar Schuhe mit Absatz
- Eine zusammenfaltbare Strandtasche
Nicht vergessen
- Kulturbeutel und Make-up
- Handy-Ladegerät
- Handtasche mit Schlüsseln, Geldbörse und Papieren
- Packwürfel für Ordnung im Koffer
Am Ende ist die beste Checkliste die, mit der Sie leicht reisen. Packen Sie in Kombinationen, setzen Sie auf wenige gute Teile und lassen Sie im Zweifel etwas zu Hause. So bleibt im Koffer Platz für Erinnerungen. Und die beginnen bekanntlich schon beim entspannten Packen.

